KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

Österreich als Steuerparadies für Unternehmen?

SozialesFirmen zahlen in Österreich wesentlich weniger Steuer als ihre Beschäftigten. Laut einer Studie der
Arbeiterkammer beträgt die effektive Steuerbelastung von Böhler Uddeholm /Vorstandschef Claus Raidl gilt als Schüssel-Intimus) 23,4%, der OMV 15,1% und der Bank Austria gar nur 9,6 %. Deren Beschäftigte zahlen zwischen 27,3 und 29,7 % Steuern.

Am Beispiel Böhler-Uddeholm (ehem. staatliche Böhler-Werke):
Das 2003 zur Gänze privatisierte ehemals staatliche Unternehmen Böhler-Uddeholm AG blickt auf ein erefolgreiches Jahr zurück.Der Umsatz stieg um 31 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro und der Gewinn erhöhte sich sogar um mehr als 100 Prozent auf 8,05 Euro je Aktie.
Durch die Spekulationen um den Einstieg eines neuen Investors beziehungsweise um eine Übernahme von Böhler-Uddeholm sollten die Kurse in den nächsten Wochen weiter nach oben treiben.
Da kommt dem Unternehmen die Senkung der Körperschaftssteuer(Gewinnsteuer von GSmbH und AG) von 34 auf 25 % gerade Recht. Auslagerungen der Produktion in den Osten und nach China versprechen höchste Gewinne bei niedriger Steuerbelastung.
Phantastische Gewinne, niedrige Steuerleistungen und ausgelagerte Arbeitsplätze - dies sind offensichtlich die Visionen der ÖVP, der Partei mit der vermeintlich höchsten "Wirtschaftskompetenz"!

Da kann der Spitzenkandidat für Ottakring, Suppan, noch so treuherzig "Mehr G'schäft für Ottakring!" fordern und populistisch auf leer stehende Geschäfte verweisen - seine eigene Partei arbeitet nach Kräften gegen das Kleingewerbe und den Kleinhandel.

Die KPÖ hingegen fordert eine Wertschöpfungsabgabe, um die Gewinne höher und die Arbeit niedriger zu besteuern. Eine Entlastung der ArbeitnehmerInnen ist dringend nötig!
Die Unternehmen, die durch Erschließung neuer Märkte und Ausnützen niedriger Lohn- und arbeitsrechtlicher Stati in den EU-Erweiterungsländern am meisten profitieren, verschärfen die Arbeitsmarktsituation durch den "Wettbewerb der Steuersysteme" zusätzlich.
Dies liegt - trotz aller gegenteiligen Beteuerungen - durchaus im Interesse der Regierenden und der Global Players, die sie unterstützen.
http://wien.arbeiterkammer.at
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/boehler-uddeholm.asp
http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/Boehler-Uddeholm---Heisses-Eisen-_id_1819__dId_5238559_.htm