KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

Betrachtungen und Weltbilder

SozialesNun ist es auch schon wieder ein paar Jährchen her (wenn ich mich recht erinnere, begann es zu Vranitzkys Zeiten), daß die PolitikerInnen damit begonnen haben, uns das econozentrische Weltbild auf`s Aug zu drücken.


Unter dem Motto: Geht`s der Wirtschaft gut, geht`s uns allen gut redet man uns ein, daß eine florierende Wirtschaft nicht nur Arbeitsplätze schafft und sichert, sondern auch für unser aller Wohlergehen sorgt. Dafür muß man natürlich verschiedene kleine Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Längere Arbeitszeiten, geringerer Reallohn und eine Abschlankung des Gesundheits- Sozial- und Bildungssystems müssen doch wohl drin sein, wenn`s der Wirtschaft gut gehen soll. Und daß eine Pensions- und Steuerreform dazugehört, versteht sich doch von selbst.
Oder?
Peinlicherweise häufen sich in letzter Zeit Meldungen, die von gewaltigen Umsatz- und Gewinnsteigerungen diverser Konzerne berichten und daß, um diese Werte noch weiter zu steigern, zigtausende Arbeitsplätze abgebaut werden müssen. Daran sind selbstverständlich nicht die PolitikerInnen oder gar die Konzerne schuld, sondern widrige Umstände, wie zm Beispiel..ääähhh....

Genau.

Logisch wäre es jetzt, zu vertreten, daß das econozentrische Weltbild falsch und durch ein soziozentrisches zu ersetzen ist, das nicht mehr den Profit in den Mittelpunkt stellt, sondern das tatsächliche Wohlergehen der Menschen.
Da müßte man allerdings zugeben, daß man jahrelang den falschen Weg gegangen ist oder- noch schlimmer, daß man die WählerInnen belogen hat.
Da viele der "Altwählerinnen" das erkannt haben, und sich mehr oder weniger angewidert von der Politik abwenden, ist es nun opportun, das Wahlalter zu senken. Denn den meisten Jugendlichen kann man den alten Schmäh immer noch leicht auf`s Aug drücken und so bleibt die Gesamtzahl des braven Stimmviehs erhalten.

So schaut`s aus.
G. Haupt

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