Öffentlicher Rundfunk betreibt Schleichwerbung für privaten Softwarekonzern

Thursday, 26. January 2006 @ 15:06

Die ORF Radioprogramme sind schon seit einiger Zeit auch im Internet hörbar. Trotz beschwerden von HörerInnen wird das allerdings im "WMA" (Windows Media), also einem Microsoft Format übertragen. Das ist etwa vergleichbar wie wenn as Ausgestrahlte Programm plötzlich nur noch für Radiogeräte einer einzigen Marke (z.B. Sony oder Siemens, etc..) empfangbar wäre. Inzwischen gibt es zwar schon auch Linux Programme die das WMA abspielen können dennoch ist es nicht einsehbar warum nicht ein offenes, gut dokumentiertes und nicht von einem einzigen Hersteller abhängiges Übertragungsformat benutzt wird. Besonders interessant ist der Fall des "Saliera" Interviews von Radio Orange. Das Interview ist von der Seite des Freien Radios auch in einem halbwegs Freien Format (MP3) Downloadbar. Auf der ORF Seite wurd aber das Interview extra in ein WMA Format konvertiert. Offensichtlich wird hier mit öffentlichen Mitteln Schleichwerbung für den Micro$oft Konzern und Software betrieben. (Anmerkung: MP3 ist zwar Frei jedoch mit Patenten belastet - diese sind jedoch in Europa dank unseres Kampfes dagege noch nicht gültig. Wer ein Format bevorzugt, dass auch von Patenten frei ist, der sollte OGG Verwenden). (Franz Schaefer).


KPÖ Wien West
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