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Was ein toter Bär mit der Fußball-WM zu tun hat

Dettis WM-Kolumne

Heute morgen war es in jeder Agenturmeldung zu lesen: Bruno der Bär wurde in Bayern erschossen. Ja genau, in Bayern, Deutschland, und nicht in Tirol!



Ein Sommerlochthema weniger, werden einige sagen. Da ist wohl was dran, denn wann, wenn nicht im Sommer, stürzen sich die Medien auf derlei Dinge. Bruno war insofern der legitime Nachfolger der legendären Nessie, die sonst Jahr für Jahr pünktlich auftauchte – also in den Schlagzeilen.

Aber warum wurde Bruno getötet? Der Sommer ist noch lang, die Fußball-WM ist auch bald vorbei und ob die Tour de France ein Knaller wird, scheint mehr als fraglich.
Die Lösung ist ebenso einfach wie naheliegend. Die bundesdeutsche Nationalmannschaft ist wider Erwarten immer noch im WM-Rennen, mit überraschend erfrischendem Fußball sogar. Entsprechend überbordernd kümmert sich das Fußballvolk (und nicht nur das, sondern sogar interessierte Laien wie Frau Merkel, der iranische Außenminister Mottaki u.v.a.) um den Fußball, als sei es das wahre Leben. Da wird einer wie Bruno nicht mehr gebraucht, erst recht nicht als Schlagzeilen- und Quotengarant.

Freilich muss man fragen dürfen, was es denn mit der nun gerade bei dieser WM so offensichtlich zu Schau gestellten Lockerheit im Umgang mit dem Fremden, dem Anderen auf sich hat.
Ist das Exempel, dass da an Bruno statuiert wurde, nicht auch ein Symbol für das, was wirklich unter den schwarzrotgoldenen Mützen geschieht ? Ist die Botschaft nicht: eher so, wie sie auch – tatsächlich! – zu lesen war: "Es wäre besser gewesen, der Bär hätte sich vernünftig verhalten und eingegliedert." ?

Österreich ist hingegen noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Weder müssen wir so tun, als seien wir besonders freundlich gegenüber Fremden noch haben WIR den Bären auf dem Gewissen. Aber zur Erinnerung: 2008 wird die Hälfte der Europameisterschaft hier stattfinden.

Bären aller Länder – passt auf Euch auf!

Fortsetzung folgt

Autor: Detlef Haus

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