KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

Schlechtes Abschneiden der PiratInnen in Schweden

InformationstechnologieNeben dem sehr unerfeulichen Machtwechsel nach rechts in Schweden gibt es ein weiteres unerfreuliches Detail: Die schwedische PiratInnenpartei "piratpartiet" kommt nur auf etwa 0.63% (34918 Stimmen). Von der 4% Hürde ist die Partei damit jedoch weit entfernt und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Auch die Linkspartei verlor von 9 auf 6 Prozent. Was sind die möglichen Erklärungen für dieses schlechte Abschneiden?

Was die Piratpartiet betrifft: Möglich ist, dass sie hier mit dem selben Problem kämpft mit dem sich auch die KPÖ immer herumschlagen muss: Das Argument der verlorenen Stimme. Viele WählerInnen sind der Meinung, dass wenn sie einer Partei die Stimme geben, die wenig Chancen auf einen Einzug hat (Die Umfragewerte der PP laten bei etwa 1.5%) so fürchten sie, dass ihre Stimme verloren sei. Dabei wäre es wichtig gewesen, dass die Themen rund um die so genannten "geistigen Eigentumsrechte" etwas mehr Beachtung finden. In so fern ist eine Stimme für die Partei, die die richtigen Positionen vertritt, nie eine verlorene Stimme. In Schweden haben jedenfalls Linkspartei und Grüne schon vor der Wahl einige Argumente der PiratInnen aufgegriffen. In Österreich kämpften AktivistInnen der KPÖ schon sehr lange gegen Software Patente, DRM und den Überwachungsstaat. PiratInnen sollten daher ihre Stimme der KPÖ geben. Wer sich noch nicht sicher ist kann am 29. September zu Party und Diskussion ins Cafe 7Stern kommen.

Siehe auch: 11 Argumente gegen so genanntes "geistiges Eigentum"

Franz Schäfer. September 2006.