KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

Armut thematisieren - am Stephansplatz verboten!

Urusula Stenzel, für die, nachdem sie in Brüssel sogar bei ihren eigenen VP-FraktionskollegInnen nicht mehr erwünscht war, ein Ausgedinge als Bezirksvorsteherin des 1. Bezirks gesucht wurde, bereichert nun den Wahlkampf durch ganz besondere Geschmacklosigkeiten. Rund um den Stephansdom will Stenzel eine so genannte "Respektzone" einrichten. Ein besonderer Dorn im Auge sind der ÖVP-Bezirksvorsteherin dabei ausgerechnet die Veranstaltungen der Caritas! In einer Presseaussendung der ÖVP heisst es wörtlich: " Der 'mediale Missbrauch' der Armut durch die Caritas Wien ist heute wieder einmal mehr als offensichtlich geworden.".

Dass Frau Dr. Stenzel mit ihren 9040 Euro/Monat keinen Begriff davon hat was Armut bedeute wundert uns nicht, dass sie aber gleich ganz verbieten wird, das im 1. Bezirk über die bittere Realität der Armut gesprochen wird, ist ein Skandal sondergleichen.

Unfreiwillig_ausgegrenzt ist eine Kampagne der Caritas-Wien die die wachsende Armut und deren soziale und psychische Folgen thematisiert will. Und so grausliche Dinge will Stenzel auf ihrem Stephansplatz nicht hören und nicht sehen und schon gar nicht im Wahlkampf. Stenzel ortet sogar eine nähe zur SP. Wir können die Frau Dr. Stenzel hier beruhigen: Die SP sorgt sich neuerdings vor allem um die "Leistungsträger im Mittelstand" die laut SPÖ-Budgetsprecher Matznetter entlastet werden sollen. Armutsbekämpfung hat damit wohl auch dort nicht mehr die oberste Priorität. Besonderes Kopfschütteln verursacht aber im Fall Stenzel das verhalten der Bezirksgrünen hervor. Diese sind in der aktuellen Ausgabe des Kuriers für die schwarze Bezirksvorsteherin voll des Lobes. Droht uns doch eine Schwarz-Grüne Koalition?