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Nazitreffen bei Ahmadinejad

Aus aller WeltDerzeit findet im Iran auf Einladung des dortigen Staatspräsidenten Ahmadinejad eine sogenannte "Holocaustkonferenz" statt. Eingeladen von Ahmadinejad sind Neonazis aus aller Welt. Damit besteht kein Zweifel, dass der Antisemit hier vor allem Holocaustleugnung betreiben will. Interessant auch, dass neben Neonazis wie Honsik einer der Teilnehmer der Konferenz auch "Rabbi Moishe Aryeh Friedmann" ist, der immer wieder auf Veranstaltungen von AIK, Ast KI & Co aufgetreten ist.

Offen ausgesprochenes Ziel dieser Ansammlung von Antisemiten, Neonazis und Antizionisten ist es, mittels einer Leugnung oder zumindest doch Relativierung des millionenfachen Mordes an Juden durch das Naziregime und deren Verbündeter in Mitteleuropa ein Klima zu schaffen, das einem neuen Antisemitismus Bahn bricht.

Der iranische Präsident hatte schon vor einigen Monaten in einem Interview die Ansicht vertreten, dass es "eine wirkliche Aufklärung über den Holocaust nicht geben" könne, "solange Wissenschaftler, die sich mit dieser Thematik befassen, mundtot gemacht werden." Nur zur Klarstellung: Ahmadinejad meint damit solche "Größen" wie David Irving oder Horst Mahler!

Das ZDF berichtet via Lifeschaltung und stellt fest, dass es nicht viele deutsche Neonazis nach Teheran verschlagen habe, glücklicherweise sei den meisten rechtzeitig der Pass abgenommen worden. Unabhängig davon sei deren Material natürlich eingetroffen und dort zahlreich verteilt worden.

Diese Entwicklung gibt Anlass zu großer Sorge. Denn es ist ja nicht nur das plakative Auftreten einiger Verwirrter, wie man vielleicht meinen könnte. Nicht Wenige glauben, dass ausgehend von Teheran eine massive logistische und finanzielle Unterstützung mitteleuropäischer und amerikanischer Neonaziorganisationen vonstatten geht. Eine Unterstützung, die Wahlerfolge faschistischer oder neofaschistischer Gruppen in Österreich, Deutschland, Holland und anderswo erst ermöglicht. Wehret den Anfängen – das gilt heute mehr denn je!

(Detti)

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Kollateralschäden, Stalinismus und Nationalismus