KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

Protestserie gegen faschistoide DRM Technologie

Weltweit nehmen die Proteste gegen DRM (so genanntes "Digital Rights Management", das eher ein "Restrictions Management" ist) zu. Rund um die Plattform defectivebydesign.org fanden in den letzten Tagen Zahlreche Protestaktionen statt. AktivistInnen demonstrierten vor Appel Geschäften, um auf die in iPod und iTunes eingebaute DRM Technologie aufmerksam zu machen. Aber auch Micro$oft will vermehrt auf die totale Kontrolle durch DRM setzen. Wie funktioniert DRM und wo liegt die Gefahr?

DRM setzt auf Verschlüsselung der Daten. Den Schlüssel zum Zugriff auf die Daten hat dabei nur der Software Hersteller. Spezielle Programme erlauben aber den BenutzerInnen Zugriff auf die Daten. Allerdings nicht dauerhaft sonder nur zum abspielen/anzeigen. Z.b. könnte die Software je nachdem welche Rechte in diesem Stück eincodiert sind das Abspielen auf 3 mal beschränken oder auf 2 Wochen oder nur an einem bestimmten Tag im Jahr. etc.. Auf CD Brennern wird z.b. nicht erlaubt. So wollen die obsoleten Medienkonzerne weiterhin ihre Profite sichern.

Damit dieses System aber funktionieren kann, muss sicher gestellt sein, dass niemand Zugriff auf die entschlüsselten Daten bekommt. Da die Abspielprogramme aber die Daten entschlüsseln müssen um sie z.b. auf die Soundkarte abzuspielen oder am Bildschirm an zu zeigen ist hier die Lücke schon vorprogrammiert. Sobald die Daten einmal aus dem DRM Käfig befreit sind können sie sofort wierder bliebig Vervielfältigt werden. Um das zu Verhindern müssen die Programme in einer absolut faschistoiden Umgebung laufen. Nur "vertraunswürdige" Betriebsysteme (die keine Hintertür zum abzweigen der Daten haben) und nur letztlich nur "vertrauenswürdige" Hardware (die ebenfalls keine Hintertüren zum abzweigen der Daten hat) kann sicherstellen, dass DRM auch funktioniert. D.h.: Keine Freie Software. Kein Linux. Keine offene Hardware. Totale Kontrolle über Hard- und Software durch die Medienkonzerne. So ist das Ziel. Plattformen wie die X-Box von Micro$oft oder der iPod von Appel gehen schon in die Richtung.

Anfangs werden die Systeme noch nicht so dicht sein und um die potentiellen KundInnen nicht abzuschrecken auch die Einschränkungen noch nicht all zu krass. Aber sobald die Kontroll über Hard- und Software erst verbreitet ist wird die Schlinge zu gezogen.

Die obsoleten Medienkonzerne vertrauen dabei aber nicht blos auf die Technik (Verschlüsselung) alleine, sondern setzten vor allem auch auf legistische Massnahmen. Mit dem DMCA ("digital millenium copyright act") in den USA und mit der EUCD ("European Copyright Direktive"> wurden die Rechtlichen Grundlagen geschaffen um sich das DRM absichern zu lassen. Selbst wenn es jemandem gelingt die DRM Systeme zu Knacken ist alleine das Verbreiten der Information über die Lücken im System schon strafbar!. Erste Verhaftungen in den USA gibt es bereits...

Dieser faschistoide Kontrollwahnsinn muß gestoppt werden. Wer die totale Kontrolle über unsere Informationsverarbeitung will, der will letzlich die totale Kontrolle über unsere Welt! Zertretet eure iPods! Kauft keine X-Box!