KPÖ Wien West
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GLB-Erfolg bei den Betriebsratswahlen in der Wiener Staatsoper

Bei den Betriebsratswahlen in der Wiener Staatsoper, die von 21. bis 23. Februar 2007 statt fanden, konnte LOGO- Mitglied Thomas Schulz mit seiner neuen "Freien Liste ASVG" 55 Stimmen (ca. 16%) erreichen und in den Betriebsrat einziehen. Das zweite Mandat wurde nur denkbar knapp verfehlt. Bei der konstituierenden Sitzung am 14. März wurde Thomas Schulz zum 2.Stellvertreter des Betriebsratsobmanns gewählt. Das Mandat wurde für den GLB deklariert.

Thomas Schulz hat eine Menge Arbeit vor sich. Er umreißt die Arbeitssituation in der Wiener Staatsoper so:

"Im Zuge der Umwandlung des einstigen Staatsbetriebs in die "Theater-Holding" mussten die technischen Mitarbeiter der Bundestheater wesentliche Verschlechterungen ihrer Arbeitssituation hinnehmen.

Der Schichtbetrieb, der ohnehin viel Substanz der Arbeitenden und derer Familien kostet, wurde um eine große Anzahl von "geteilten Diensten" (Etwa 7,00 - 10,30 und 16 -22,30 Uhr) erweitert, was ganz besonders für die Pendler eine große Belastung darstellt.

Während einerseits Prämien und Sonderleistungen gestrichen wurden, kam es andererseits zu Personalabbau.

Die ASVG-Versicherten (später Eingestellten) sind in mehrerlei Hinsicht gegenüber den BVA- Versicherten im Nachteil.

Allen Verschlechterungen stand eine besonders zahnlose und auch ahnungslose Gewerkschaft gegenüber: die KMSfB.(Kunst, Medien, Sport und freie Berufe) In dieser Gewerkschaft werden die technischen Mitarbeiter der Bundestheater (nicht) vertreten - gemeinsam mit NotarInnenen, ProfisportlerInnen, selbständigen KünstlerInnen.... Für mich ist es unbegreiflich, wieso wir gerade dieser Gewerkschaft "zugeschlagen" worden sind."
Im Übrigen wird bis Ende März entschieden, ob diese Gewerkschaft aufgelöst und deren Mitglieder der GÖD (ebenfalls wieder unpassend!) zugeschlagen werden.

Seine Aufgaben und Ziele sieht Thomas Schulz realistisch: "Ich möchte vor allem für eine bessere Kommunikation zwischen der Belegschaft und dem Betriebsrat sorgen. In letzter Zeit sind Entscheidungen des Betriebsrates nicht genug mit den KollegInnen abgestimmt worden. Außerdem möchte ich auch für eine größere Akzeptanz der Betriebsratswahlen arbeiten - die Wahlbeteiligung war leider eher gering. Und schließlich sollen die KollegInnen mit mir eine kräftige Stimme gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung von oben haben - und erfahren, dass auch wir nach und nach etwas erreichen können, wenn wir gemeinsam dafür kämpfen!"

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