KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

200 000 Todesopfer während des G8-Gipfels

Aus aller Welt10 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von Unterernährung und Krankheiten, die eigentlich heilbar wären. Das sind in jeder Woche etwa 200 000. Auch in der Woche des G8-Gipfels. Die Verantwortung dafür tragen die reichen Industriestaaten. Angesichts dieser massiven Gewalt gegen die Menschheit wirkt es lächerlich und heuchlerisch, wegen einiger ausgebrannter Autos überhaupt von "Gewalt" zu sprechen. Noch dazu, wo jetzt erwiesen ist, dass diese Gewalt ohnehin von Agents Provokateurs (also getarnten Polizisten) ausging. Zurück zur massiven Gewalt: Warum verhungern 20000 Menschen pro Woche? Wer ist dafür verantwortlich? Was kann dagegen gemacht werden?

Von den G8-Regierungschefs wurden Entwicklungshilfe-Mittel zugesagt. Auch beim letzten Gipfel gab es schon derartige Versprechungen. Statt einer Erhöhung kam es aber zu einer Reduktion der Mittel. Dort, wo von den Industrieländern so genannte "Entwicklungshilfe" betrieben wird, geht es meist um die Etablierung neoliberaler Ideologie in den Ländern des Südens. Billige Arbeitskräfte versprechen hohe Profite.

Der Kapitalismus verkauft nichts an die, die kein Geld haben. Also forscht die Pharmaindustrie lieber an Kosmetika statt an Malariamedikamenten. verarbeitet Lebensmittel zu Biodiesel statt hungrige Mäuler zu stopfen. etc.. etc.. Das ist die freie Marktwirtschaft. Die Menschen in den Ländern des Südens sind bestenfalls als billige Arbeitskräfte gut. Den ArbeiterInnen in den reichen Staaten wird gedroht, die Arbeitsplätze nach Asien zu verlagern. In Asien droht man den Menschen, diese nach Afrika zu verlagern. Die Hungertoten sind dem Kapitalismus als Drohpotential daher nicht unwillkommen: Es gibt immer welche, die es noch billiger machen. Kapitalismus lebt also von diesen Differenzen und er reproduziert sie zugleich.

Dennoch ist das ganze nicht einfach eine "Verteilungsfrage". Es geht darum, die kapitalistische Produktionsweise durch eine solidarische und demokratische zu ersetzen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre die Aufhebung der so genannten "geistigen Eigentumsrechte" und deren Ersatz durch freie Lizenzen.

Mehr dazu demnächst.
euer Mond.