KPÖ Wien West
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Studie zu Freier Software erschienen

Eine aktuelle, von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studio zu den ökonomischen Auswirkungen Freier Software ( Study on the: Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU Final report Prepared on November 20, 2006. PDF, 1.7M, 287 Seiten) bestätigt was die meisten von uns schon immer wussten: Freie Software ist billiger als kommerzielle. Im Zeitraum von 5 Jahren gerechnet ergeben sich beträchtliche Einsparungsmöglichkeiten. Der Aufwand für den Umstieg amortisiert sich meist in weniger als einem Jahr "Costs to migrate to an open solution are relevant and an organizatio n needs to consider an extra effort for this. However these costs are temporary and manly are budgeted in less than one year. ". Daneben liefert die Studie aber auch viele andere sehr relevante Zahlen und Studien zu wichtigen Fragestellungen aus diesem Bereich.

Untersucht werden direkte und indirekte Einflüsse von Freier Software auf die Wirtschaft. Weiters, die Verteilung der KontributorInnen an Freier Software sowohl geographisch als auch nach Alter und nach Wirtschafssektoren, etc.. Ingesamt also eine Fundgrube für alle die in diesem Bereich arbeiten. Die Untersuchungen werden abgerundet mit einer Analyse von Fallbeispielen von, meist in der Kommunalverwaltung durchgeführten Umstieg auf Freie Software.

Auch die Rolle von Patente und DRM wird sehr kritisch betrachtet: Zitat:

Algorithmic patents lead to frequent repetition of research without si gnificant innovation and use of sub optimal techniques in commercial software
Licensing of all types of IP ownership for public research provides little resources for public research, but has a major impact on selection of innovation targets- for instance as many as 10% of firms in ICT producing and ICT intensive sectors change or avoid lines of research because of concerns that others have patents in that area.
Ebenfalls beleuchtet wird die Schädlichekeit der Monopolbildung durch Kommerzielle Software in diesem Bereich. Dabei werden durchaus aber auch Parallelen zu anderen Wirtschaftszweigen (z.b. Pharmakonzerne) gezogen.

Was, und das ist bei einem deart neoliberalen Auftraggeber wie der EU-Kommission verständlich, nicht in der Studie zu finden ist, was aber anhand dieser Studie gut belegt werden kann sind Überlegungen, wie sehr das Beispiel Freier Software zeigt wie notwendig und sinnvoll eine andere, nicht kapitalistisch organisierte, Wirtschaft wäre.

Meint euer
Franz Schäfer.

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