KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

K H G - Z K

Irritiert Sie der Titel dieses Textes? Fragen Sie sich, was die Buchstaben zu bedeuten haben? Oder ist Ihnen nur die Kombination neu?
Nun, der erste Teil wird den meisten von Ihnen wohl geläufig sein, die drei Buchstaben sind die Initialen unseres unvergesslichen "besten - oder im Alphabet erstgereihten? -Finanzministers der EU", hervorgegangen aus Haiders Buberlpartie und eingegangen in Schüssels Skandalregierung. Der zweite Teil aber ist - entgegen Ihrer Vermutungen - die Abkürzung von "ZUM KOTZEN" und bezieht sicht sehr wohl auf den ersteren.
Und wer die Homepage-Affäre, die Malediven- oder Seychellen-Lüge oder den Upgrading-Schmäh schon vergessen haben sollte, der hat jetzt an Hand der BUWOG-Chuzpe Gelegenheit, sein Gedächtnis ein wenig aufzufrischen.
Bei der Gelegenheit darf auch nicht darauf vergessen werden,daran zu erinnern, dass der windige Schickimicki-Typ um ein Haar vom Boulevard beklatschter Bundeskanzler von Schüssels Gnaden geworden wäre.
Und vielleicht ein weiterer Grund für die OberösterreicherInnen, an diesem Wochenende der "superroten" Alternative eine Chance zu geben, den Privatisierern genau auf die Finger zu schauen!

Wie war das nun mit der BUWOG, die sich vormals im Eigentum des Bundes befand? "Eine erfolgreiche Privatisierung...!"tönt der Ex-Minister heute noch. "Zu billig verkauft!Vorkaufsrechte verschleudert!"monierte hingegen der Rechnungshof. 500 Euro Quadratmeterpreis ist allerdings für jeden Wohnungssuchenden ein unerfüllter Wunschtraum. Zu diesem Preis konnte die nun kollabierte IMMOFINANZ (war übrigens auch ein vom politischen Teil des GLBs immer kritisierter Sponsor desselben und bei GLB - Grillfesten oft unerträglich überrepräsentiert) die Buwog-Wohnungen aber erstehen, ganz zu schweigen von den Vorkaufsrechten für tausende Luxuswohnungen, die in diesem Schnäppchen ebenfalls enthalten waren.Eine kleine Unregelmäßigkeit im Zusammenhang mit einem Vorkaufsrecht einer Kärntner Genossenschaft - na, unter Freunden lässt sich sowas doch regeln...!
Nicht genug mit dieser Enteignung der Allgemeinheit durch Verschleuderung von Werten wurden auch noch Provisionen in Millionenhöhe an KHG-Freunderln vergeben - für gute Tipps an die Immofinanz, die ihren Ursprung selbstverständlich NICHT im Nahebereich des Kotzbrockens hatten, der davon selbstverständlich NICHTS gewusst hat und auch NICHTS damit zu tun hat.
Nebenbei ein kleines Rechenbeispiel: Für die 9,8 Mio Euro Provision, die rund um diese Transaktion eher zufällig aufgedeckt wurden, muss jemand, der 1500 Euro im Monat verdient, 544,4 Jahre arbeiten.

Es ist daher eher nicht linksradikal sondern bloß logisch, zu hinterfragen: Welche Leistung kann diese Provision wert sein?
Dass der Betrag nicht versteuert wurde? Naja, ein Kollateralschaden.
Der Ex-Finanzminister betrieb jahrelang mit dem Provisionsnehmer eine gemeinsame Firma, das ist bekannt. Diese wurde angeblich wegen Erfolglosigkeit aufgelöst. (Oder wurde sie zu anderen Zwecken gegründet?) Der umtriebige KHG gründete umgehend eine neue: gemeinsam mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der BUWOG. Na, wenn das nicht zum Kotzen ist?

Im Zusammenhang mit diesen skandalösen Vorgängen fordere ich im Zusammenhang mit der Privatisierung der BUWOG und den Verflechtungen rund um Ex-Minister Grasser und seiner Freunde und Geschäftspartner die zuständigen Stellen und den RH auf, umgehend diese, aber auch ALLE ANDEREN unter dieser Regierung vorgenommenen Privatisierungen auf das Genaueste zu untersuchen und den Fluss aller frei gewordenen Gelder zu verfolgen sowie für den Fall von strafbaren Tatbeständen sofort die Staatsanwaltschaft einzuschalten!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da noch ein paar Z K - Überraschungen geben wird!

Dagmar Schulz

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