KPÖ Wien West
Die KPÖ im Westen Wiens

LEISTUNG SOLL SICH LOHNEN!

Arbeit und KapitalDie Befürworter_innen der "freien Marktwirtschaft" behaupten, Leute wie Stronach oder Veit Schalle seien durch Arbeit reich geworden. Wir Kommunist_innen fragen: durch wessen Arbeit?

Die von uns Arbeiter_innen geleisteter Arbeit schafft einen Mehrwert (Kapital), der den Lohn, den wir dafür bekommen (inklusive Lohnnebenkosten), um ein Vielfaches übersteigt.

Die "Leistung" der sogennannten Arbeitgeber_innen besteht darin, dass sie diesen von uns Arbeiter_innen geschaffenen Mehrwert in ihre Tasche einstecken. Das ist keine Leistung, das ist Diebstahl.

Freilich wird ein Teil dieses Kapitals für Investitionen verwendet, aber vieles bleibt als Privateigentum beim "Arbeitgeber" kleben. Die Milliarden, die ein Stronach oder ein Veit Schalle besitzen, sind kein Geld, das Magna oder Billa für Investitionen (etwa für neue Maschinen) braucht, sondern Geld in deren privatem Besitz, das dort keinen realen Nutzen bringt. Und: Ein Einkommen von mehr als 40.000 Euro monatlich bringt keine Verbesserung der Lebenssituation mehr, sondern dient nur der Anhäufung von Vermögen und Zinsen.

Kein Mensch kann durch seine eigene Arbeit reich werden, nur durch die Ausbeutung der Arbeit vieler anderer. Die Begriffe "Arbeitgeber_in" und "Arbeitnehmer_in" sind daher irreführend. Der/die Arbeitgeber_in gibt nichts, sondern nimmt, daher wäre der Name Kapitalnehmer_in zutreffender. Wir Arbeitnehmer/innen nehmen nichts, sondern wir schaffen. Der Name Kapitalerschaffer_innen wäre passender.

Die Demagog_innen des Kapitalismus behaupten: Leute wie Stronach hätten ja auch einmal klein angefangen und wir könnten selbiges tun, wenn wir nur innovativ genug, nicht so faul oder "verwertbarer" wären. Wir Kommunist_innen fragen: Die große Mehrheit der Menschen sind also nur deswegen keine g' stopften Kapitalist_innen weil sie zu dumm dafür sind?

Wer würde arbeiten, wenn alle Arbeitgeber_innen sind?

Außerdem braucht man ein gewisses Maß an Kapital oder zumindest Kreditwürdigkeit um "klein anzufangen"; etwa mit einer eigenen Autowerkstatt oder einer eigenen kleinen Greißlerei. Doch dieses Geld oder sonstiges Kapital, diese Kreditwürdigkeit besitzt die Mehrheit der Menschen in Österreich und weltweit nicht. Zwar schaffen wir Arbeiter_innen mit unserer Arbeit Kapital, das ausreichen würde, um damit eine eigene kleine Werkstätte zu kaufen, eine Greißlerei etc., doch dieses von uns geschaffene Kapital nehmen uns die "Arbeitgeber_innen" ja weg.

Wir Kommunist_innen sagen: Die Firmen und die Produktionsmittel müssen nach und nach selbstverwaltetes Gemeinschaftseigentum aller dort Arbeitenden werden. Das aus der Arbeit Erschaffene hat denen, die es mit ihrer Arbeit erschaffen haben, zu gehören und dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen!

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